Von der Bergbauregion zur Tourismus- und Naherholungsregion
Im südlichen Landkreis Schwandorf befinden sich größere Flächen einer Bergbaulandschaft aus dem ehemaligen Braunkohleabbau und dem immer noch aktiven Kiesabbau. Unmittelbar davon betroffen sind die Gemeinden Schwandorf, Wackersdorf, Steinberg, Schwarzenfeld und Neunburg v. Wald.
Daraus sind u. a. viele, teilweise sehr große Wasserflächen entstanden.
Insbesondere zu nennen sind die Tagebauseen
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Steinberger See
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Murner See,
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Brückelsee und
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Ausee.
Der Landkreis Schwandorf ist außerhalb der Voralpen der wasserreichste Landkreis in Bayern. Nach der Beendigung des Braunkohleabbaus Ende der 70er Jahre entstand in diesem Gebiet ein großer Bedarf an Flächengestaltung.
Die Frage einer Um- und Neunutzung der vorhandenen Abbauflächen war zu klären. Schon frühzeitig wurde eine touristische Entwicklung in Erwägung gezogen. Nach einem Beschluss des Bayerischen Ministerrats im Oktober 1995 wurde ein Auftrag zur Erstellung eines „Gesamtkonzeptes zur integrierten Entwicklung des Oberpfälzer Seenlandes“ an die Bayerische Landessiedlung vergeben.
Das im September 1997 fertiggestellte Gutachten zeigte die Möglichkeiten zur Entwicklung einer Naherholungs- und Tourismusregion auf. Konkretisiert wurde diese Zielsetzung durch eine Bedarfsplanung durch das Planungsbüro Rembold im April 1998. Auf dieser Basis hatte sich bereits im Dezember 1997 der Zweckverband „Oberpfälzer Seenland“ gegründet.
Mitglieder sind seit der Gründung:
Der Bezirk Oberpfalz, der Landkreis Schwandorf, die E.ON Energie Immobilien GmbH, die große Kreisstadt Schwandorf, dieStadt Neunburg v. W., die Stadt Nittenau, der Markt Bruck, der Markt Schwarzenfeld, die Gemeinde Bodenwöhr, die Gemeinde Steinberg und die Gemeinde Wackersdorf.
Der Beitritt der vier Gemeinden aus der Verwaltungsgemeinschaft Neunburg v. W. (Markt Neukirchen-Balbini, Markt Schwarzhofen, Gemeinde Dieterskirchen und Gemeinde Thanstein) zum 01.01.2001 darf als Erfolg der bisherigen Arbeit des Zweckverbandes angesehen werden. Seit Mai 1999 wird der Zweckverband durch die eigens ins Leben gerufene Entwicklungsagentur Oberpfälzer Seenland unterstützt.
Die Entwicklungsagentur setzt sich aus den vier Verwaltungszweigen des Bayerischen Landwirtschaftsministeriums zusammen, die da sind:
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Direktion für Ländliche Entwicklung Regensburg (federführend),
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Landwirtschaftsamt Schwandorf/Nabburg,
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Forstdirektion Niederbayern/Oberpfalz,
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Regierung der Oberpfalz Entwicklungsgruppe 5b-Gebiet
Die Entwicklungsagentur hat den Zweckverband sowohl im Rahmen der fachlichen Zuständigkeiten beraten und unterstützt, als auch bei der Erarbeitung entsprechender Entwicklungsleitlinien, einschließlich der dafür notwendigen Bürgerbeteiligung. Nicht zuletzt durch die Beratung der Entwicklungsagentur Oberpfälzer Seenland gelang dem Zweckverband die Anerkennung als Lokale Aktionsgruppe im Rahmen der LEADER II – Förderung. Mit Hilfe des LEADER II – Programms konnte das Oberpfälzer Seenland einige Meilensteine nach vorne gebracht werden. So wurde damit eine Geschäftsstelle des Zweckverbandes eingerichtet und betrieben. Im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Werbung wurden u. a. ein Gesamtprospekt, ein Video und der Internetauftritt realisiert. Diverse Maßnahmen im Bereich Besucherlenkung und Begleitmaterial tragen zur wichtigen Basis-Erschließung und zum Corporate Design in der Beschilderung bei und erhöhen mit diversen Themenwegen die Erlebbarkeit des Oberpfälzer Seenlandes für Einheimische und Urlaubsgäste.
Einen weiteren Schwerpunkt der LEADER II-Förderung bildeten diverse Projekte zum Erhalt der kulturellen Identität, die als Einzelprojekte oder im Rahmen von umfassenden Dorferneuerungsmaßnahmen durchgeführt wurden.
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